Artist Statement

Meine künstlerische Praxis bewegt sich an den Schnittstellen von Bildender Kunst, Performance und dekolonialer Intervention. Häufig entstehen Arbeiten ausgehend von meiner Biografie, meinem Alltag und unzähligen verrückten Momenten die in Geschichten übersetzt werden. Kunst dient mir oft als transformatives Werkzeug um mit Verlusten, Krankheit, täglichen Horrornachrichten und Trauer umzugehen.

Mich interessieren viele Fragen und Themen: Wer erzählt? Und wie? Welche Geschichten fehlen? Wer vermittelt wissen und wo und wie lernen wir? Identität, Repräsentation und Zugehörigkeit. Generationen, erlebtes, Gleichzeitigkeiten. Trauer, Tod und Gewalt. Widerstand, Joy und ein langer Atem.

  • Das Archiv als Widerstand: Mit Projekten wie Die SichtBar2018 entwickle ich ein mobiles Denkmal, Labor und Archive. Sie dient dazu, die Biografien, das Wissen und die Kunst von BIPoC- und queeren Positionen zu dokumentieren, in Institutionen einzubringen.
  • Malerei & Papercuts: In diesen Arbeiten – von Papierschnitten bis hin zu Malereien – setze ich mich mit Schmerz, Widerstand und der Fragilität unseres Seins auseinander.
  • Performance: In meinen performativen Settings geht es oft um einen Dialog, ich lade ein zu ganz unterschiedlichen Themen in den Austausch, in Begegnung zu gehen. Mein Gegenüber ist mehr als ein BesucherIn oder BetrachterIn. Das Publikum wird immer teil des Akts. Hier wird Kunst zu einem kollaborativen Prozess.

Ob durch das bewusste Füllen von Lücken in universitären Bibliotheken oder das performative Teilen eines Moments: Meine Arbeiten fordern dazu auf, hinzuspüren und Räume der Achtsamkeit zu schaffen, in denen das Unsichtbare spürbar und das Vergessene unvergesslich wird.

Nepal I 2026 I 50x70cm I Wasserfarben